Das letzte Königreich - Bernard Cornwell

Das letzte Königreich

von Bernard Cornwell

  • Erscheinungsdatum: 2009-10-05
  • Genre: Belletristik und Literatur
Bewertungspunkte: 4 von 5
4
aus 80 Bewertung

Inhalt / Beschreibung

Mit den Drachenbooten kommt der Tod.
«Und dann sah ich sie. Prächtige Langschiffe. Schwerelos schienen sie auf dem Wasser zu schweben, ihre Ruder teilten die Wellen. Die geschwungenen, hoch aufragenden Vorder- und Hintersteven waren mit vergoldeten Schlangen und Drachen geschmückt, und mir kam es an diesem fernen Sommertag so vor, als tanzten die drei Schiffe im Takt der auf- und niederschwingenden Ruder übers Meer.»
Nordengland, im Jahre 866: Mit zehn Jahren erlebt der Fürstensohn Uhtred den Einfall der Wikinger. Sein ungestümer Mut in der Schlacht beeindruckt den Anführer der Dänen so sehr, dass er Uhtred verschont und als Ziehkind aufnimmt. Mit den Jahren wird der Junge fast einer von ihnen. Nach Raub- und Eroberungszügen voller Blut und Gewalt droht auch Wessex, das letzte der fünf angelsächsischen Königreiche, an die Eroberer zu fallen. Doch da wechselt Uhtred wieder die Seiten …
«Vielleicht der größte Autor historischer Abenteuergeschichten, den die Gegenwart kennt.» (Washington Post)
«Das England des neunten Jahrhunderts und der Meister zupackenden Geschichtenerzählens – diese Kombination ist einfach himmlisch!» (Telegraph)

Bewertungen

  • Interessanter und spannender historischer Roman aus Englands früher Geschichte

    4
    von Thommy28
    Einen kurzen Blick auf die Handlung erlaubt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung: Das Buch spielt im 9. Jahrhundert und thematisiert den Abwehrkampf der Engländer gegen die aus dem Norden immer wieder hereinbrechenden Nordmannen. Aufgehängt wird die Geschichte an den frühen Kindheitstagen, der Jugendzeit und den ersten Jahren als Erwachsener des (fiktiven) Protagonisten Uhtred von Bebbanburg. Die vorkommenden Figuren, ob nun historisch belegt, oder fiktiver Natur sind gut und einprägsam gezeichnet. Die Handlung hat ein gutes, nur hin und wieder von ein paar Längen unterbrochenes, Tempo. Die Umwelt und die damaligen Lebenswirklichkeiten sind gut und plastisch herausgearbeitet.Die Verwendung von damaligen Orts- und Länderbezeichnungen hat allerdings immer wieder zu Lesebrüchen geführt. Allzu oft musste man (in der glücklicherweise vorhandenen Übersetzung-Übersicht) nachschlagen. Das hat dem Lesefluss nicht gut getan. Ich liebe historische Bücher in denen sich reale Historie und fiktive Geschehnisse mischen. Das ist in diesem Fall gut gelungen.
  • Eins meiner besten Bücher ever!

    5
    von Nightgenga
    Das erste Buch der „Saxxon Chronicals-Reihe“. Diese Reihe erzählt in groben Zügen historisch, wie der Sachsen König „Alfred der Große“ alle Englischen Königreiche „eint“ um der Wikinger-Bedrohung Herr zu werden. Dabei bekommt er Hilfe von „Uhtred von Bebanburgh“, der einst als kleiner Junge von einem Wikinger-Häuptling entführt wurde und bei ihm als Wikinger aufwuchs. Dieser Wikingerhäuptling tötete einst den Vater von Uhtred. Sein Vater war ein Angelsächsischer Fürst. Als junger Mann ist Uhtred zwischen den beiden Welten hin und her gerissen. Er entscheidet sich aber wieder zurück zu gehen nach England, nach Northtumberland um das Erbe seines leiblichen Vaters zurückzuerobern. Die Burg „Bebanburgh“ hat sich nämlich der böse Onkel unter den Nagel gerissen. Bevor er das aber tun kann, muss er erstmal König Alfred immer wieder als Berater zur Verfügung stehen, da er sich mit den Gebräuchen, der Sprache, Kampfkunst und Kriegsführung der Wikinger auskennt, steigt er nach und nach in Alfreds Armee immer weiter bis hin zum obersten Kriegsführer und engstem Berater auf. Dabei kommt es immer wieder zu Spannungen auf, da Uthred unanpassungsfähig tief in seinem Inneren dennoch ein ungezähmter „Wikinger“ bleibt. Uhtred verachtet Alfreds Bekehrungsversuche zum Christentum und zivilem Leben und wird dennoch von Alfred wie ein Sohn geliebt...
  • Erwartungen mehr als erfüllt :)

    5
    von Thorhall Eichenschild
    Als eingefleischter Gablé Fan, war ich misstrauisch der Erzählweise(Ich Perspektive) gegenüber. Dazu muss ich sagen das dies, obwohl ich H-Romane liebe das erste Buch aus dem Hause Cromwell war. Ich lud mir die Leseprobe herunter und nach den ersten 30 Seiten war ich im Bann des Buches. Schwups war auch das Buch gekauft und heruntergeladen(mein erstes ebook ;)) Und los ging's. Von den detaillierten Beschreibungen der Hauptperson und den wichtigen Nebencharakteren bis hin zur gnadenlos ehrlich beschriebenen Ausweglosigkeit in den ersten Reihen des Frühmittelalterlichen Nahkampfes, hat mir der Autor absolut davon überzeugt in einer Zeit gelandet zu sein welche mehr Unterschiede zu unserer hat als Ähnlichkeiten. Mithilfe dieses Buches und meiner Fantasie war ich teil der Geschichte der Invasion Englands. Ich bin ein 22. jähriger Mittelalterfreund der sich auch mal gern in Kluft auf Märkte oder gerüstet in die Schlacht wirft, und kann dieses Buch jedem Freund des Mittelalters empfehlen. :D