Viele Kindle-Geräte, darunter vor allem das Kindle 4, unterstützen PDF-Dateien nur unzureichend. Das Problem liegt hierbei in der nicht immer korrekten Anpassung der Daten. Auch für den Leser ergeben sich Probleme, da sich die Schriftgröße nicht verstellen lässt, wie man das sonst bei Büchern in den Formaten AZW und Mobi gewohnt ist. Für den Kindle-Nutzer bedeutet das also: Scrollen, scrollen, scrollen. Das muss aber nicht sein.
Die Plattform Kindle-Tipps.de gibt in einem informativen Artikel Auskunft darüber, wie man PDF-Dateien optimal auf seinem Kindle-Gerät lesen kann. Insgesamt werden hier drei unterschiedliche Wege aufgezeigt, wie es trotzdem möglich ist, PDF-Dokumente auf dem eBook-Reader zu lesen.
1. Versenden Sie die betreffende PDF-Datei an Ihre eigene Kindle-Mail-Adresse. Die Adresse erfährt man beispielsweise, wenn man sich in sein Amazon-Konto einloggt, unter seinen Kontoeinstellungen die Bedienoberfläche “Mein Kindle” aufruft und dort die persönlichen Dokumenteneinstellungen prüft. Nutzt man die Kindle-App auf einem Smartphone oder Tablet-PC, kann man sich ganz einfach die Mail-Adresse über die Informationsfunktion anzeigen lassen. Üblich ist ihrname@kindle.com. Achten Sie darauf, dass die Mail-Adresse, mit der Sie die PDF-Datei verschicken, auch angemeldet ist. Sollten Sie das Dokument von der Mail-Adresse versenden, mit der Sie auch bei Amazon angemeldet sind, dürfte es keine Probleme geben.
2. Verbinden Sie Ihren Kindle-E-Reader per USB mit Ihrem Rechner, auf dem Sie das Dokument gespeichert haben. Legen Sie die PDF-Datei in den entsprechenden Ordner auf dem Kindle.
3. Nutzen Sie die neue “Send to Kindle” Option, die besonders komfortabel und schnell ist. Dabei handelt es sich um eine Anwendung für den Rechner, die den Datenversand erheblich vereinfacht. Die App lässt sich hier herunterladen.
Nun befinden sich die Dateien aber immer noch als Dokument auf dem Kindle, bei dem man die Schriftgröße nicht verstellen kann und unter Umständen viel scrollen muss. Es ist daher ratsam, die PDF-Dateien umzuwandlen. Wenn Sie die Datei per Mail senden (die Adresse erfahren Sie von Amazon), geben Sie in die Betreffzeile der Mail “convert” ein. Der Kindle wandelt das Format dann automatisch um.
Das Programm Calibre kann ebenfalls für die Umwandlung der Dateien genutzt werden. Allerdings gibt es auch hier – wie bei den anderen Varianten – immer wieder Probleme bei der Darstellung. Das Konzept ist noch nicht ganz ausgereift, für ein augenschonenderes Lesevergnügen lohnt sich der Aufwand aber allemal. Vor allem die “convert”-Variante beim E-Mail-Versand ist praktisch und schnell. Leider funktioniert sie nicht bei den Kindle-Apps auf dem Smartphone oder Tablet-PC.
Ein Tipp zum Schluss: Wenn Sie bereits PDF-Dateien auf den Kindlegeladen haben und sich nicht die Mühe machen wollen, das Format nachträglich zu ändern: Halten Sie Ihren Kindle einfach im Querformat – so lassen sich die Dateien einfacher lesen.
Bildquelle: Gerd Altmann | pixelio.de
Michael
12. Juli 2012 um 22:37 Uhr
Dass man PDFs per Whispernet konvertieren kann, wusste ich noch nicht, Danke für den Tipp. Werde ich gleich mal ausprobieren.
Dass sich PDFs generell schlecht zum Umwandeln eignen liegt vermutlich daran, dass der Ersteller des PDFs bestimmt, wie das Dokument auszusehen hat. Das ist auch der Sinn dieses Formats. Bei den e-Book-Readern ist es ja eher so, dass sich das Gerät größtenteils um die Ausgabe kümmert. Bei einfachen PDFs geht die Umwandlung recht gut, bei welchen, die viele Bilder enthalten oder kompliziert gesetzt sind, gehts meistens in die Hose.
Nora
13. Juli 2012 um 05:01 Uhr
Hallo Michael,
vielen Dank für deinen Kommentar. Ich habe die Umwandlung über Whispernet ausprobiert und sie funktioniert ganz gut. An einigen Stellen gibt es zwar Formatierungsfehler und es dauert auch eine Weile, bis die umgewandelte Datei in der Kindle-Bibliothekt auftaucht, dennoch finde ich diese Lösung am bequemsten und am einfachsten.
Herzliche Grüße
Nora
Oliver Heck
29. Juli 2012 um 16:33 Uhr
Ja, das funktioniert wirklich ganz gut. Schade nur, dass bei PDF-Dokumenten, die mit LaTeX erzeugt wurden, die Umlaute nicht korrekt erkannt werden. Und aus LaTeX heraus kann man leider auch nicht direkt EPUB erzeugen, es funktioniert aber ganz gut über das kostenlose Tool pandoc.
Nora
29. Juli 2012 um 18:30 Uhr
Hallo Oliver,
Danke für den Tipp. Das Tool kannte ich noch gar nicht.
Grüße,
Nora
Max
25. Februar 2013 um 22:25 Uhr
Ich danke auch für den Tipp. Ich hab mir den Kindle ja bei der Schnäppchenaktion für 59€ gekauft und versuche ihn seit Tagen komfortabel mit PDFs zu bestücken. Ich habe bei convert keine Probleme feststellen können.
So kann ich meine ganzen beruflichen PDFs bequem in der Bahn lesen auf ziemlich kleinen 6 Zoll, dafür aber deutlich leichter als mit dem Ipad.
Gruß, Max
Christian
5. März 2013 um 23:01 Uhr
Da kann ich Max nur zustimmen. Ich habe auch für 60 Euro das Tablet von Amazon gekauft. Vor allem die lange Akku Laufzeit überzeugt mich. Da kann das Ipad auf keinen Fall mithalten.
Danke für den informativen Artikel. Ich hatte nur einmal Probleme, als ich eine Exel Tabeltte in eine PDF umwandeln konnte. Musste mir dann ein Kollege mit dem Mac helfen, aber ok, ging auch.
Christian