Neben dem OYO und dem TouchMe bietet die Buchhandelskette Thalia auch den Bookeen Cybook Odyssey als eigenständigen eReader an. Doch wie verhält sich dieses eBook-Lesegerät in der Praxis? Der Computer-Oiger hat den neuen eReader „Bookeen“ von Thalia auf Herz und Nieren überprüft.
Bookeen überzeugt mit hochwertigem Gehäuse
Auf den ersten Blick fällt das edle Gehäuse auf, das sich vor allem durch seine gebürstete Aluminium-Oberfläche auszeichnet. Nimmt man das Gerät dann in die Hand, ist schließlich das Gewicht entscheidend. Der Bookeen von Thalia bringt 195 Gramm auf die Waage, liegt also gut in der Hand, ist aber auch kein Fliegengewicht. Im Gegensatz zum schweren Tablet-PC, der meist ab 600 Gramm aufwärts wiegt, ist der eReader aber wirklich leicht.
WLAN-Modul integriert
Für seine Preisklasse ist es erstaunlich, dass ein WLAN-Modul verbaut wurde. Viele Hersteller, die ähnlich günstige eBook-Reader anbieten, verzichten nämlich auf die drahtlose Verbindung mit dem Internet. Der Vorteil: Der Nutzer kann sich seine Literatur bequem auf der Couch laden und muss nicht den Umweg über den PC nehmen.
Speichervolumen und Bildschirm
Auch vom Platzangebot her kann das Gerät überzeugen. Zwei Gigabyte lassen genügend Speicherraum für Bücher und Grafiken. Wer will, kann das Speichervolumen über den microSD-Speicherkartenslot noch auf bis zu 32 GB erweitern. Ich finde diese Option immer sehr spannend, die Kindle-Variantenvon Amazon bieten diese Möglichkeit nämlich nicht. Hier steht zwar eine unbegrenzt große Cloud zur Verfügung, damit ich auf die hier gelagerten Bücher zugreifen kann, bin ich aber auf eine Internetverbindung angewiesen.
Der eReader ist mit einem sechs Zoll großen Bildschirm ausgestattet, der auf die bewährte eInk-Technologie setzt. Das Besondere ist hier allerdings, dass das Display auf Fingergesten reagiert. Im Test überzeugte das Gerät vor allem durch seine schnelle Reaktionsgeschwindigkeit.
Kleine Kinderkrankheiten des eBook-Readers
Probleme gab es beim Anschließen des eReaders an den PC. Hier muss zuerst das Programm „Adobe Digital Edition“ installiert werden. Leider erkannte weder ein XP- noch ein Windows-7-Rechner den eBook-Reader und der Kauf der eBooks konnte lediglich über das WLAN-Netzwerk erfolgen. Da es sich bei dem Modell „Bookeen“ um ein Gerät aus dem Hause Thalia handelt, liegt es nahe, dass das Gerät auch an den Thalia-Shop gebunden ist.
Kleine Abzüge im Test gab es schließlich noch für die Bildschirmtastatur. Beim Internetnetbrowser reagierte sie etwas hakelig und die kleinen Tasten führen dazu, dass man sich schneller mal vertippt.
Fazit und Preis
In dem Fazit schreibt der Autor Heiko Weckbrodt, dass sich die Kinderkrankheiten leicht durch Software-Aktualisierungen aus der Welt schaffen lassen. Das Gerät kostet laut Herstellerangabe 119 Euro, der Bookeenwird aber auf einigen Plattformen deutlich günstiger angeboten.