Die Buchhandelskette Thalia bietet – wie viele andere Buchunternehmen auch – eigene Lesegeräte für ihre angebotenen eBooks an. Neben der bekannten OYO-Familie soll nun auch der sogenannte TouchMe-Reader den Markt erobern.
Wie der Name bereits andeutet, handelt es sich hier um einen eBook-Reader mit einem Touchscreen-Display. Das Verblüffende: Das Gerät kostet nur rund 60 Euro. Neben vielen eBook-Formaten wie ePub, Mobi oder PDF spielt der E-Reader auch Videos und Bilder ab. Möglich wird das durch ein TFT-Display, eine Bildschirmart, die auch Farben darstellen kann.
Die Plattform CHIP online hat sich das Gerät einmal näher angesehen – mit einem ernüchternden Ausgang. Im Praxistest versagte der preisgünstige E-Reader.
Der Thalia TouchMe eBook-Reader liegt mit seiner Größe von 7 Zoll gut in der Hand. Das Gerät ist außerdem sehr leicht. Die Auflösung liegt bei 800 x 480 Bildpunkten. Andere Geräte mit einem 7-Zoll-Display bieten jedoch einiges mehr an Auflösung, üblich sind 1.024 x 600 Pixel. Da der TouchMe Reader nicht die e-Ink-Technologie nutzt, die dem bedruckten Papier nahe kommt, sondern LCD-Technik, verbraucht das Gerät auch mehr Strom. Laut Hersteller beträgt die Akkulaufzeit ca. acht Stunden. Wenn man bedenkt, dass E-Reader mit e-Ink-Technologie mit einer Akkuladung genügend Strom für 2.000 bis 5.000 Seiten hat, eignet sich der Thalia eBook-Reader nicht für ein langes Lesevergnügen. Für längere Reisen muss man also das Netzkabel mitnehmen.
Ein weiterer Negativpunkt ist, dass das Display spiegelt und somit ein ungestörter Lesegenuss nicht möglich ist. CHIP online berichtet auch, dass das Kontrastverhältnis eher ungenügend ist, vor allem wenn man bei Sonne lesen will. Positiv ist, dass das Gerät viele unterschiedliche Formate unterstützt. Die Formatunterstützung von AZW-Dateien, wie sie der Kindle benutzt, fehlt aber. Das liegt aber sicherlich daran, dass Thalia eher Leser ansprechen will, die auch in dem unternehmenseigenen Online-Shop einkaufen. Schließlich gibt es bei dem Gerät keine Anbindung über WLAN oder UMTS, die eBooks müssen also vom PC auf das Gerät übertragen werden.
Fazit: Für Schnäppchenjäger und Personen, die nur wenig lesen und unterwegs ein Gerät benötigen, mit dem sie kurz schmökern oder Schnappschüsse zeigen wollen, ist der Thalia TouchMe gut geeignet. Wer länger und augenschonend eBooks genießen will, sollte sich bei etwas preisintensiveren Modellen umsehen. Eine Übersicht über die technischen Details zu dem preisgünstigen Multimedia-Player finden Sie hier.
Der Fokus hat drei eBook-Reader näher unter die Lupe genommen. Wie man in dem Video erkennen kann, kann der Thalia TouchMe trotz TFT-Display nicht mit einem Tablet-PC verlichen werden. Dazu reagiert das Gerät zu langsam. Nach rund acht Stunden Lesevergnügen ist der Akku leer. Für Einsteiger ist das Lesegerät schließlich empfehlenswert.
Bild: stummi123 | pixelio.de
Anne Kleeblatt
1. Oktober 2012 um 10:36 Uhr
ich kann mir auch vorstellen das die lcd technik auf dauer die augen belastet. dafür sollte man sich dann doch lieber ein tablet pc besorgen … gibts ja mitlerweile auch schon recht günstig bei amazon z..b.