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Testbericht: Kobo eReader Touch

10 Apr

Mit dem Kobo eReader Touch hat sich die Plattform CME.at näher auseinandergesetzt. Bei den Österreichern gibt es sogar ein ausführliches Video, das ich am Ende des Artikels eingebunden habe. Allerdings handelt es sich bei diesem Modell um die US-amerikanische Variante, da zu diesem Zeitpunkt das deutsche Modell noch nicht auf dem Markt war. Der Testbericht wurde später auf den neuesten Stand gebracht, als der Reader im November 2011 endlich auch in Deutschland erhältlich war.

Optik und Speicherplatz des Kobo eReaders

Der Kobo Touch Reader überzeugt auf den ersten Blick mit seinem schlichten und dennoch eleganten Design. Das 6 Zoll große Gerät ist lediglich mit dem Display und einem Home-Button ausgestattet. Durch die Wabenstruktur auf der Rückseite lässt sich der eBook-Reader leicht in der Hand halten. Aufgrund der Verwendung von Kunststoff ist das Lesegerät mit einem Gewicht von 185 Gramm äußerst leicht.

Eine weitere Besonderheit ist, dass der Kobo eReader Touch – wie der Name bereits andeutet – per Touchscreen bedient wird. Die Bedienung lässt sich sogar an Linkshänder anpassen. Herzstück des eReaders ist ein 800 MHz Prozessor, der die Befehle zügig ausführt. Der interne Speicher mit 1.400 MB ist nicht ausreichend für eine große virtuelle Bibliothek, allerdings lässt sich das Speichervolumen per microSD-Karte auf bis zu 32 Gigabyte aufstocken. Das entspricht einer Menge von rund 30.000 eBooks.

Anmerkungen zu Schrift, Darstellung und Bedienung

Die Schriftdarstellung beim Kobo eReader basiert auf der eInk-Technologie. Die Tester finden, dass sich die Buchstaben auch bei hellem Licht noch gut lesen lassen. Negativ wurde angemerkt, dass eine Taste zum Umblättern fehlt. Positiv ist die große Auswahl an Schriftgrößen (24) und Schriftarten (8). Für komfortables Lesen stehen außerdem frei wählbare Lese- und Randabstände sowie alternative Textausrichtungen zur Auswahl. Diese Möglichkeiten stehen dem Nutzer aber nur beim ePub-Format zur Auswahl.

Wer PDF-Dateien mit dem Kobo eReader Touch lesen will, profitiert von dem Lagesensor, der den Bildschirm je nach Ausrichtung in die Horizontale oder Vertikale dreht. Außerdem kann der Nutzer in das Dokument hineinzoomen. Einen sogenannten PDF-Reflow ersetzt das Gerät allerdings nicht. Dabei handelt es sich um ein System, bei dem der Text an den Bildschirm angepasst wird. Zwar lässt sich dabei nicht die Schriftart ändern, die Größe und Bearbeitungsmöglichkeit schon. Denkbar ist, dass der Reader in einem Update für diese Funktion fit gemacht wird. Das PDF-Reflow System ist übrigens eine der Stärken des PRS-T1 Readers von Sony. Wie bei der Kobo App muss der Nutzer etwas länger auf ein bestimmtes Wort tippen, damit die Wörterbuchfunktion greift.

Notizfunktionen des eBook-Lesegeräts

Über eine virtuelle Tastatur kann der Nutzer Notizen einfügen und sie über die Cloud-Synchronisierung auch am PC oder an Geräten mit Kobo App sichtbar machen. Auch die Aufzeichnung der Leseaktivitäten mit Awards (Reading Life) ist wie bei der App – diese Funktion ist sicherlich nicht für jeden Geschmack, aber etwas gänzlich Neues. Die Spielerei, die ich in der Beschreibung der Anwendung für iPhone oder iPad näher erläutert hat, machte den Testern viel Spaß. Ich kann mir auch vorstellen, dass der Nutzer ermutigt wird, mehr zu lesen.

Neu ist auch das Sketchbook, das als Notizblock genutzt werden kann, sowie das integrierte Sudoku-Spiel, wenn der Nutzer lieber rätseln als lesen will. Schließlich wird im Test bemängelt, dass es keinen Audiosupport gibt. Dafür ist das eBook-Lesegerät sehr preiswert, mit einem Preis zwischen 129 und 149 Euro. Abgerundet wird die technische Ausstattung schließlich noch von einem Webbrowser, der selbstverständlich nicht mit einem Tablet-PC mithalten kann, aber für das schnelle Nachlesen von News durchaus praktisch ist.

Akkukapazität und Einstellungsmöglichkeiten des eReaders von Kobo

Eine Akkuladung reicht laut Test für 1.300 Seiten. Dabei merken die Tester allerdings an, dass sie viele Funktionalitäten des eReaders ausprobiert haben und auch durch bestimmte Einstellungen bezüglich der Seitenaktualisierung die Akkuleistung mehr gefordert wurde. Realistisch sind damit also auch Zahlen wie 2.000 bis 4.000 Seiten mit nur einer Akkuladung.

Bei CME.at wird übrigens lobend erwähnt, dass sich die vollständige Seitenaktualisierung herabsetzen lässt. Dadurch verhindert man, dass ein Ghosting-Effekt, bei dem Pigmentfragmente der vorigen Seite sichtbar werden, auftritt. Diese Möglichkeit bieten nur wenige eReader-Anbieter. Der Akku ist innerhalb von drei bis vier Stunden vollständig aufgeladen. Schließlich merken die Tester an, dass die Entwickler regelmäßig Softwareupdates anbieten, die die Funktionalität des schlanken Readers verbessern.

Für meine österreichischen Leser: Den Kobo kann man auch hier kaufen.

Eine Auflistung der technischen Details finden Sie in diesem Artikel zum Kobo eReader Touch.

Videoreview zum Kobo eReader von CME.at


 

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