Franja nimmt, wie auf dem Land üblich, einen Anhalter mit. Bei der Gestalt mit der tief ins Gesicht gezogenen Kapuze handelt es sich allerdings nicht um den Sohn der Nachbarin. Nun erkennt sie, dass sie einen großen Fehler begangen hat.
Im Radio ertönt nun auch noch die Warnung, keine Anhalter mitzunehmen. Bei einem Banküberfall wurde von den zwei Tätern einer gefasst, während der andere flüchten konnte und wahrscheinlich bewaffnet ist. Als sie in dem kleinen Häuschen Franjas ankommen, gibt der geheimnisvolle Unbekannte langsam seine Identität preis.
Nun wird auch der Titel der Kurzgeschichte verständlich. Der Tod trachtet allerdings nicht nach dem Leben Franjas, sondern will ihr ein Angebot machen. Wie reagiert die Protagonistin darauf? Und welchen Einfluss hat ihre “Droge” auf das Gemüt des Sensenmanns?
Meine Meinung
Aufgefallen ist mir der leicht ironische Unterton in der Erzählung. Gut gefallen hat mir außerdem, dass die Kurzgeschichte flott erzählt wird, ohne lästige Wiederholungen und unnötige Abschweifungen. Darüber hinaus wird auch nicht an Gesellschaftskritik gespart. In der Erzählung finden sich einige witzige Elemente, beispielsweise als sich der Tod über seine ungepflegten Fingernägel (Trauerränder) beschwert.
Achtung Kalauer: Das ist schwarzer Humor, der sehr gut umgesetzt wurde. Mir hat bereits CLAUSTROPHOBIA gut gefallen, “Rendezvous mit dem Tod” gefällt mir aber aufgrund der spritzigen Dialoge und der klaren Linienführung innerhalb der Erzählstruktur noch einen Ticken besser.
Zur Autorin
Ulrike Blatter wurde 1962 in Köln geboren. Die Tatsache, dass Blatter auf dem Gebiet der Rechtsmedizin promovierte, kommt ihr als Krimiautorin natürlich zugute. Einige wichtige medizinische Fachbegriffe finden sich auch in dem von einem Rezensenten als “Mini-Thriller” bezeichneten Werk Rendezvous mit dem Tod. Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit, hat Ulrike Blatter eine Dozentenstelle für Erwachsenenbildung übernommen.
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