Im eBook-Reader-Dschungel ist es zuweilen schwer, den Überblick zu behalten. Aus diesem Grund stelle ich in diesem Artikel die gängigen eReader mit ihren Highlights, aber auch Schwachpunkten vor.
Zu den bekanntesten und beliebtesten eReader-Modellen zählen der Kindle, der Sony PRS-T1 und der Kobo Touch. Da der Kindle 4 mit einem Preis von 99 Euro der günstigste der drei Top-Modelle ist, bietet er zudem das beste Preis-Leistungsverhältnis. Allerdings wird auch der Kobo Touch zu Aktionspreisen für rund 100 Euro angeboten. Den ersten Rang nimmt nun der Kindle Touch ein, der gegenüber dem Vorgängermodell eine komfortablere Bedienung bietet, aber als 3G-Modell stolze 189 Euro kostet. Auf der anderen Seite hat der Kindle Touch aber die höchste Akkukapazität. Echte Fliegengewichte sind der Kindle 4 und der Sony eReader. Sie liegen mit rund 165 Gramm gut in der Hand. Der eReader PocketBook Touch überzeugt mit einer sehr guten Bedienung, hat aber keine Shopanbindung.
In der folgenden Aufstellung stelle ich die Vor- und Nachteile der einzelnen eReader vor. Es handelt sich lediglich um eInk-Modelle, da sie für das Lesen von eBooks am besten geeignet sind. Sie überzeugen nicht nur damit, dass der Nutzer ermüdungsfrei lesen kann, sie verbrauchen auch wenig Strom. Bei der eInk-Technologie wird lediglich dann Strom verbraucht, wenn die Seite umgeblättert wird und sich die Farbpigmente neu formieren. Darüber hinaus sind fast alle eBook-Reader mit einem 6 Zoll großen Display ausgestattet. Damit sind sie so groß wie ein herkömmliches Taschenbuch – aber viel dünner und leichter. Lediglich der eBook-Reader von Hanvon ist mit einem 5-Zoll-Display versehen. Die Auflösung ist ebenfalls bei allen eReadern gleich: Sie liegt bei 800 x 600 Bildpunkten.
Kindle 4
+ Akkukapazität liegt bei 22.000 Seiten
+ sehr leicht: 167 Gramm
+ guter Preis
- liest kein ePub
- umständliche Bedienung über den Cursor und das Steuerkreuz
Kindle Touch
+ Akkukapazität von 46.000 Seiten
+ Touchfunktion
- hoher Preis (mit 3G: 189 Euro)
- unterstützt nicht das ePub-Format
Sony PRS-T1
+ sehr leicht: 165 Gramm
+ blättert sehr schnell um
- geringere Akkukapazität (rund 11.000 Seitenwechsel)
- unterstützt lediglich ePub, TXT und PDF
PocketBook Touch
+ Touchscreen
+ arbeitet flüssig und zuverlässig
+ sehr gute Dateiunterstützung
- schwammige Menüführung
- keine richtige Shop-Anbindung
- durchschnittliche Akkukapazität (rund 8.000 Seiten)
- hoher Preis (rund 160 Euro)
Kobo Touch
+ Akkukapazität liegt bei 24.000 Seiten (etwas mehr als beim Kindle 4)
+ hoher Kontrast
+ lädt Akku schnell auf (2,5 Stunden)
+ Preisangebote für rund 100 Euro
- Umblättern von PDF-Dokumenten dauert etwas länger
Pearl Elonex 621EB
+ gute Umblätterwerte bei PDF und ePub
- Akkukapazität nur bei 5.550 Seiten
- kein WLAN
- geringerer Kontrast
Acer LumiREAD
+ Tastatur
+ unterstützt viele Dateiformate
- keine Querformatansicht
- lange Umblätterzeit beim ePub (1,7 Sekunden)
- mit 287 Gramm schwerster eBook-Reader
- hoher Preis (rund 170 Euro)
Hanvon WISEreader N526
+ Tastatur
+ Touchfunktion
+ bietet angepassten Zeilenumbruch an
+ geringer Preis (ab 80 Euro)
+ viel Speicherplatz (4 GB)
- sehr lange Wartezeit beim Umblättern von PDF-Dokumenten (3,7 Sekunden)
- keine Querformatansicht
- kein WLAN
- kleines Display mit geringem Kontrast
Thalia OYO II
+ Touch-Funktion
+ viel Speicherplatz (4 GB)
- stolzes Gewicht von 266 Gramm
- sehr lange Wartezeit für das Weiterlesen von eBooks (rund 40 Sekunden)
- lange Wartezeit beim Öffnen von PDF-Dokumenten
Für welchen der hier vorgestellten eReader Sie sich entscheiden, hängt natürlich auch von der Gewichtung der einzelnen Faktoren ab. Während der eine nicht auf WLAN verzichten kann, legt der andere einen großen Wert auf ein geringes Gewicht. Die Kosten für die Anschaffung und die Anbindung an einen eBook-Store spielen ebenfalls eine Rolle. Ich persönlich bin mit meinem Kindle 4 sehr zufrieden, da ich hier nur lese, mir die PDF-Dateien in das mobi-Format umgewandelt habe und über den Tablet-PC im Amazon-Shop stöbere.