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eBooks kaufen – Quellen, Tipps und Infos zu Formaten

Wer sich für einen E-Reader entschieden hat oder gern auf seinem Tablet-PC eBooks lesen will, steht bei der Beschaffung seiner Lektüre buchstäblich vor der Qual der Wahl. Denn bei den einzelnen Anbietern, von denen ich hier exemplarisch auf die Platzhirsche Amazon und den iBookstore eingehen, gibt es Unterschiede bei den Dateiformaten und auch bei der Bezahlung.

eBooks bei Amazon kaufen

Amazon führt eine große Anzahl an eBooks in seinem Angebot. Durch den eigenen E-Reader Kindle hat sich eine eigene Sparte innerhalb des Amazon-Shops entwickelt: Der Kindle-Shop. Die Bücher sind in verschiedene Kategorien wie Belletristik, Krimis mit den Unterkategorien Horror, Thriller, Liebesromane und auch Sachbücher eingeteilt. Über die Filterfunktion können Sie sich die eBooks nach Preis, Bewertungen oder dem Erscheinungsdatum sortiert anzeigen lassen. Voraussetzungen, um hier einkaufen zu können, sind: Ein Kindle-Lesegerät bzw. eine entsprechende Kindle-App und ein Kundenkonto. Besonders einfach ist es, sich 1-Click einzurichten, das an eine Lastschrift oder eine Kreditkarte gekoppelt ist. Das Verfahren ist auch wichtig, wenn Sie sich für kostenlose eBooks entscheiden. Nachdem der Kaufvorgang abgeschlossen ist, können Sie beim Synchronisieren sofort das bestellte eBook abrufen. Amazon gibt seinen Kunden die Möglichkeit, mehrere Geräte anzumelden. Die Kindle eBooks werden nur in einem speziellen Format angeboten: AZW.

eBooks im iBook-Store kaufen

Um den iBook-Store nutzen zu können, benötigen Sie ein iTunes-Konto sowie ausreichend Guthaben. Entweder meldet man eine Kreditkarte an oder man nutzt die iTunes-Gutscheinkarten. Für das iPhone und das iPad existiert die iBooks-Anwendung mit dem daran angeschlossenen Store. Hier können Sie sich entweder von den Bestsellerlisten, die jeweils in unterschiedliche Kategorien unterteilt sind, inspirieren lassen oder Sie sortieren sich die Bücher nach Kategorie und Erscheinungsdatum. Sobald man ein eBook gekauft hat, landet es im iBook-Buchregal. Die iBook-Store Bücher sind im ePub-Format erhältlich, allerdings sind sie mit einer DRM-Signatur geschützt.

ePub-Format – Vorteile des eBook-Standards

Mit der Bezeichnung ePub meint man einen offenen Standard für elektronische Bücher. Das Format wurde von dem International Digital Publishing Forum eingeführt. Es basiert auf freien Standards wie XML (Extensible Markup Language) und CSS (Cascading Style Sheets). Im Prinzip ist ePuP mit einer HTML-Webseite vergleichbar. Der Vorteil an diesem offenen Standard ist, dass der Nutzer nicht an einen bestimmten eBook-Reader gebunden ist. Außerdem kann man bei Büchern, die als ePub-Variante vorliegen, die Schriftgröße beliebig ändern. Digitale Medien im ePub-Format unterstützen den Kopierschutz DRM.

Problematik von geschützten DRM-Dateien

Häufig stolpert man beim Kauf von eBooks auf die Abkürzung DRM. Sie steht für Digital Rights Management und wurde von Adobe eingeführt. Es handelt sich hierbei um eine Art digitalen Stempel, der den Käufer als rechtmäßigen Besitzer des eBooks ausweist. Ist ein eBook mit diesem Schutz versehen, können Sie es nicht an jemand anderen verleihen, es kann nur auf den angemeldeten E-Readern konsumiert werden. Bei eBooks im ePub-Format unterscheidet man zwischen dem “hartem” DRM mit Adobe ID und der “weichen” Variante mit einem digitalen Wasserzeichen.

Exkurs: Preisbindungsgesetz in Deutschland

Ich habe mich selbst oft gefragt, warum englische eBooks preiswerter als die deutschen eBooks sind. Auf diese Frage gibt es nur eine Antwort: Das Preisbindungsgesetz. Auf der Plattform Buchpreisbindung werden die wichtigsten Fragen zu diesem Thema geklärt.

Wie man hier nachlesen kann, gilt die gesetzliche Buchpreisbindung für eBooks, da sie laut BuchPrG (Buchpreisbindungsgesetz) auch auf Medien angewandt werden kann, die als Reproduktion oder Substitution eines Buches angesehen werden. Unter den § 2 Abs. 1 Ziff. 3 der BuchPrG fallen demnach auch eBooks. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die Verlage den Preis festsetzen, der dann im Handel nicht mehr veränderbar ist.

Alerdings gibt es für dieses Gesetz einige Ausnahmen, darunter fallen:

  • fremdsprachige eBooks
  • wissenschaftliche eBooks und digitale Bücher, bei denen Pauschalverträge vorliegen
  • Multimedia eBooks
  • Texte ohne Cover, Titel und Inhaltsverzeichnis
  • Buchausschnitte oder einzelne eBook-Kapitel

 

Die Preise unterscheiden sich auch dann nicht, wenn es sich um unterschiedliche Dateiformate handelt und das eBook auf verschiedenen Plattformen (iBookstore, Kindleshop, etc.) angeboten wird.

Die Verlage legen den Preis für das eBook eigenständig fest. Meist orientieren sie sich dabei an dem Taschenbuchpreis oder gewähren einen Abschlag von durchschnittlich 20 Prozent.

Damit eBooks in Deutschland also einen größeren Erfolg verzeichnen können, müssen die Verlage umdenken und die Preise für eBooks realistischer gestalten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Einsparen von Lager- und Druckkosten, der Transport zu den Händlern und viele weitere Kosten derartig geringe Preisnachlässe für die digitalen Medien rechtfertigt.

Wer der englischen Sprache mächtig ist, kann aber den Umstand ausnutzen, dass fremdsprachige eBooks deutlich günstiger sind, indem er sich preiswert die Originalversionen kauft. E-Reader mit einer Anbindung an das Internet sind in diesem Fall besonders praktisch, denn so können Sie nicht geläufige Wörter bequem nachschlagen. Ein kleiner Tipp: Diese Vorgehensweise lohnt sich auch für Leser, die ihr Schulenglisch wieder auffrischen wollen. Kinderbücher beispielsweise bedienen sich einer vergleichsweise einfachen Sprache und auch der Satzbau ist leicht verständlich.