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eBook-News [KW32/2012]: UK, Sony-Reader, E Ink, Onyx

10 Aug

Schlagwort-Wolke für die eBook-News der KW31In der heutigen Newssammlung beschäftige ich mich näher mit dem rasanten Anstieg von eBook-Verkäufen in Großbritannien. Nur zwei Jahre nach der Kindle-Einführung werden hier mehr digitale Bücher als Printversionen verkauft. Außerdem senkt Libri gerade den Preis für den Sony-eReader PRS-T1, das könnte auf ein Nachfolgermodell hindeuten. Die nächste Nachricht betrifft den Hersteller von eInk-Displays: E Ink übernimmt einen Konkurrenten und erweitert so sein Portfolio. Außerdem hat Microsoft ein Patent für personalisierte Werbung in eBooks angemeldet und das chinesische Unternehmen Onyx macht mit einem sehr gut aussehenden eReader mit integrierter Beleuchtung Furore. 

Amazon UK verkauft mehr eBooks als gebundene Bücher

Laut einer Pressemitteilung von Amazon.co.uk werden in Großbritannien mehr eBooks als gedruckte Bücher verkauft. Bei Beyond-Print.de konnte ich nachlesen, dass der Vorsprung mit 14 Prozent sogar recht groß ausfällt. Diese Entwicklung, die ähnlich zu der in den USA ist, hängt stark mit der Verbreitung des Kindle zusammen, den es in den UK bereits seit zwei Jahren gibt. Das Branchenmagazin buchreport vermutet, dass die Romane von E.L. James („Fifty Shades of Grey“) einen hohen Anteil an dieser Entwicklung haben. Den Unterschied hebt CME.AT hervor: Ein derartiger Meilenstein wurde in den Vereinigten Staaten erst nach vier Jahren erreicht. Erstaunlich ist, dass Großbritannien für diese Entwicklung lediglich zwei Jahre benötigte. Darüber hinaus wurde hier festgestellt, dass die Homepage von Amazon UK bereits auf das Tablet-Design umgestellt wurde, auch auf unserer Amazon-Seite konnte ich bereits Veränderungen feststellen. Es ist also wahrscheinlich, dass das Amazon-Tablet Kindle Fire bald in Großbritannien vorgestellt wird. Bis zur Markteinführung in Deutschland wäre es dann nur noch ein kleiner Schritt. Einen guten Überblick über die Thematik gibt schließlich der Artikel auf e-book-news.de.

Sony-eReader wird billiger: Kommt das neue Modell?

Der Preis des Sony PRS-T1 wurde bei Libri gerade von 149 auf 129 Euro gesenkt. Das Besondere an diesem Reader ist, dass er PDFs dank Reflow-Technik sehr gut darstellen kann. Da das eBook-Lesegerät darüber hinaus nicht an an einen Shop oder ein bestimmtes Format gebunden ist, eignet er sich für diejenigen, die kritisch gegenüber geschlossenen Systemen (wie beim Kindle von Amazon) sind. CME.AT vermutet, dass das neue Modell PRS-T2 in den Startlöchern steht. Anlässlich der Internationalen Funkausstellung IFA hat Sony zu einer Pressevorstellung am 29. August geladen. Denkbar ist, dass das Unternehmen unter anderem seinen neuen eReader vorstellt. Gerüchten zufolge könnte das Gerät nicht nur ein besser auflösendes Display erhalten, sondern auch mit einem integrierten Licht ausgestattet sein. Möglich ist auch, dass der neue Reader den alten Preis des Vorgängers einnehmen wird und 149 Euro kostet. Derzeit ist der niedrigere Preis leglich bei Libri zu finden, Amazon bzw. die Drittanbieter haben mit der Preissenkung noch nicht nachgezogen.

E Ink übernimmt Konkurrenten Sipix

Wir haben schon lange nichts mehr von dem Marktführer für elektronisches Papier gehört. In dieser Woche konnte ich aber bei Golem.de nachlesen, dass E Ink den Konkurrenten Sipix aufkauft. Die Übernahme kostete rund 40 Millionen Euro. Mit diesem Geld erwirbt E Ink zunächst 82,7 Prozent des Unternehmens, kann aber im Laufe des Jahres die gesamten Anteile übernehmen. Das Unternehmen Sipix fertigt vor allem elektronische Preisschilder, die Technik kommt aber auch in eReadern zum Einsatz. Ziel von E Ink ist es, sein Portfolio um flexible eInk-Displays zu erweitern. Mehr Details können Sie bei heise online nachlesen.

Microsoft lässt sich inhaltsbezogene Werbung in eBooks patentieren

Der Softwareentwickler Microsoft hat nun ein Patent angemeldet, bei dem es um die inhaltsbezogene Werbung in eBooks geht. Das Patent umfasst eine Verwendung persönlicher Daten, die – wie berichtet – schon heute von den eBook-Anbietern an die Verlage weitergeleitet werden. Werbung in eBooks gibt es schon länger. Der werbefinanzierte Kindle Keyboard beispielsweise enthält Werbeanzeigen im Menü und beim Bildschirmschoner. Allerdings wurden hier allgemeine Werbeformen geschaltet, die sich nicht auf den Inhalt des eBooks oder die Lesegewohnheiten bezogen. Jörn vom eBook-Fieber Blog findet diese Entwicklung zurecht gruselig.

Onyx plant eInk-Reader mit integrierter Beleuchtung

Sowohl bei eBook-Fieber als auch bei CME.AT konnte ich von den Plänen des chinesischen Unternehmens Onyx lesen, die an einem eBook-Reader mit eInk-Display und integrierter Beleuchtung arbeiten. Neu ist diese Entwicklung nicht, schließlich ist der (in Deutschland nicht erhältliche) Barnes & Noble Nook with GlowLight ebenfalls mit einer Displaybeleuchtung ausgestattet. Das Problem ist allerdings, dass unter der Beleuchtung der Kontrast des Bildschirms im normalen Lesebetrieb leidet. Gerüchten zufolge arbeitet auch Amazon an einem eReader mit Beleuchtung, da die normalen Kindle-Modelle
alle eine zusätzliche Lichtquelle benötigen, sobald es dunkel wird. Der geplante eBook-Reader von Onyx soll Onyx Boox Touch heißen und baugleich mit dem Modell Boox i62 sein. Das bedeutet, dass das Gerät mit einem Touchscreen und einer Erweiterung mit Speicherkarte ausgestattet ist. In dem unten eingebundenen Video lässt sich erkennen, dass das Gerät flott reagiert und die Beleuchtung ähnlich der bei einem LC-Display ist. Über die Preisgestaltung und weitere Details zur Veröffentlichung wurde bislang nichts bekanntgegeben.


 
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