Auch in dieser Woche habe ich wieder spannende News aus dem Bereich eBooks und eReader gefunden, die ich Ihnen nicht vorenthalten will. Den Anfang machen neue Zahlen vom US-amerikanischen eBook-Markt. Als Nächstes stelle ich aktuelle Gerüchte über einen neuen Barnes & Noble eBook-Reader vor und dann wollte ich kurz auf das neue Angebot an interaktiven eBooks beim Onlineableger Zeit Online eingehen. Daraufhin warne ich vor einer Sicherheitslücke beim Kindle Touch und berichte schließlich von der neuen Self-Publishing-Plattform von Kobo, die nun öffentlich zugänglich ist. Viel Spaß bei der Wochenrückschau.
Spiegel Online berichtet von einer erfreulichen Entwicklung auf dem eBook-Markt in den USA. Im vergangenen Jahr haben sich die Verkaufszahlen verdoppelt (von 869 Millionen Umsatz 2010 auf 1,7 Milliarden Euro 2011). Für den deutschen Markt lassen sich derartige Tendenzen allerdings noch nicht absehen. Die Kehrseite der Medaille: Der US-Buchmarkt ist laut Branchenmagazin buchreport im vergangenen Jahr um 2,5 Prozent gesunken. Denn: Die niedrigeren Preise für eBooks drücken den Umsatz. Während in den USA der Umsatzanteil der eBooks nun bei 15 Prozent liegt (zum Vergleich: Im Vorjahr waren es nur 6 Prozent), gingen die Verkäufe von gedruckten Büchern zurück.
Zwar kommen wir in Deutschland nur über umständliche Bestellungen im Ausland an einen Barnes & Noble eReader, Gerüchte über Neuigkeiten sind trotzdem spannend, vor allem, da sich abzeichnet, dass das B&N Lesegerät für eBooks endlich zu uns gelangt. Golem.de berichtet, dass das US-amerikanische Unternehmen an einem neuen mobilen Lesegerät mit innovativer Bildschirmtechnik arbeitet. Das für den Herbst geplante Nook-Tablet soll mit einem 7-Zoll-Display ausgestattet sein, das bisher bekannte Bildschirmtechniken überflügelt. Ansgar Warner von e-book-news.de vermutet, dass es sich um ein stromsparendes und kontraststarkes Farb-Display handelt. Revolutionär ist schließlich auch der anvisierte Preis: Mit 200 US-Dollar liegt das Gerät gleichauf mit dem Google Nexus und dem Amazon-Tablet Kindle Fire.
Bei HORIZONT.NET konnte ich in dieser Woche lesen, dass Zeit Online sein eBook-Angebot nach einem erfolgreichen ersten Halbjahr weiter ausbaut. Mehr noch: Mit “Geboren 2012″ ist auch ein eBook mit interaktivem Material (Videointerviews) in der Bibliothek enthalten. Die neuen Bücher sind zuerst im Kindle-Shop und bald darauf auch im iBookStore von Apple erhältlich.
Heise Security berichtet diese Woche, dass der Webbrowser des Kindle Toucheine Sicherheitslücke aufweist. Ich will Sie hier nicht mit technischen Details langweilen. Fakt ist aber, dass der Besuch einer präparierten Webseite zum Verlust der Anmeldedaten des Amazon-Kontos führen kann. Das Sicherheitsproblem wurde bereits vor drei Monaten gemeldet, Änderungen am Browser wurden aber nicht durchgeführt. Amazon Sicherheitsabteilung hat aber zugesagt, derzeit an einer Lösung zu arbeiten. Der Fehler ist bei den jüngst ausgelieferten Touch-Modellen mit der Firmware 5.1.1. wohl bereits behoben. Das Software-Update steht aber noch nicht für die anderen Geräte zur Verfügung. Außerdem ist ein Jailbreak für die aktuelle Firmware aufgetaucht, mit der sich Amazon-fremde Software auf das Gerät spielen lässt, beispielsweise ein Sudoku-Spiel oder eine Aufgaben-Anwendung. Kontrollieren Sie also Ihre Firmware-Nummer, besuchen Sie nur bekannte und als sicher geltende Webseiten mit dem Browser und achten Sie in Ihrem Kindle-Konto auf Unregelmäßigkeiten.
Die Self-Publishing-Plattform Kobo Writing Life steht nach einer Beta-Phase nun allen Interessierten offen, auch europäischen Autoren. CME.AT hat sich etwas näher mit der Selbstpublikationsplattform beschäftigt. Für die Anmeldung benötigt man in erster Linie einen Kobo Account, den alle besitzen, die hier bereits eBooks geordert haben. Mit den Kontodaten meldet man sich dann bei Writing Life an. Bücher lassen sich auf der Plattform in unterschiedlichen Dateiformaten hochladen. Zur Auswahl stehen ePub, Mobi, Doc und mehr. Mit der Software lassen sich vor der Publikation auch unterschiedliche Währungen festlegen und DRM aktivieren. Im Gegensatz zu der Kindle-Publishing-Plattform von Amazon ist die Preisgestaltung unkompliziert. Der Autor gibt einfach den gewünschten Bruttobetrag an und muss nicht viel herumrechnen. Wer sein eBook in der Preisspanne zwischen 1,99 und 12,99 Euro anbietet, erhält 70 Prozent Tantiemen. In den anderen Fällen sind es 45 Prozent. Einen Haken hat die Sache allerdings: In den Nutzungsbestimmungen steht, dass der eBook-Preis 20 Prozent unter dem Printbuchpreis liegen muss. In Ländern mit einer Buchpreisbindung – wie Deutschland – könnte das problematisch werden.
Das Tutorial wurde in Videoform (auf englisch) veröffentlicht:
Aktuelle eBooks-News der KW30: Kindle, Nook, eBook-Cards und mehr | eBooks-lesen.net
27. Juli 2012 um 15:20 Uhr
[...] den eBook-News der letzten Woche habe ich über das Sicherheitsproblem beim Webbrowser des Kindle Touch berichtet. Jetzt hat Amazon [...]
Aktuelle eBook-News mit Neuigkeiten zu Amazons Kindle und mehr | eBooks-lesen.net
31. August 2012 um 10:08 Uhr
[...] Tantiemen beim Selfpublishing-Programm von Kobo Hier im Blog habe ich bereits über das Selfpublishing-Programm von Kobo – Kobo Writing Life – berichtet. Nun bekräftigt das Unternehmen laut CME.AT seinen starken [...]