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eBook-News der KW30/2012: Kindle-Update, eBook-Cards, Selfpublishing

27 Jul

Die Schlagworte für die eBook-News der KW30Die wie aus dem Nichts aus dem regnerischen Himmel erschienene Sommersonne brachte uns in dieser Woche ins Schwitzen. Als ich dann meine kleine Presseschau mit den eBook-News dieser Woche zusammenstellen wollte, fiel mir auf, dass von Sommerloch keine Rede sein kann. Liegt es vielleicht daran, dass gerade an faulen Tagen so gern gelesen wird? Vorzugsweise mit eInk im Sonnenlicht? Ich schweife ab. In dieser Woche dominiert wieder einmal Amazon, das das Sicherheitsleck beim Kindle Touch stopft und höchstpersönlich “5 bis 6 neue Kindle Fire” ankündigt. Darüber hinaus bereitet sich der Buchhandel schon auf das Weihnachtsgeschäft vor und sollte sich der wachsenden Nachfrage nach eBooks nicht verwehren. Schließlich werden nun hübsche eBook-Gutscheinkarten angeboten. Weitere News beziehen sich auf die Gerüchte um neue Kindle-Tablets, die Bilanz des deutschen Kindle-Direct-Publishing-Programms und die webbasierte Leseanwendung für den Nook von Barnes & Noble. Abrunden möchte ich die Presseschau mit einer kleinen Infografik.

Amazon schließt Sicherheitslücke des Kindle Touch

In den eBook-News der letzten Woche habe ich über das Sicherheitsproblem beim Webbrowser des Kindle Touch berichtet. Jetzt hat Amazon reagiert und eine Firmware-Update-Version 5.1.2 herausgebracht. Wer den Browser häufiger nutzt, lädt sich die Software herunter und installiert das Update manuell. Alle anderen können warten, bis sich der eReader per WLAN aktualisiert. Alle Schritte werden sehr schön bei eBook-Fieber erklärt. Noch mehr Infos gibt es auf der Update-Seite von Amazon.

eBook-Cards: Stilvolle Geschenkkarten für eBook-Fans

Im Frühjahr berichtete ich ebenfalls bereits von den sogenannten eBookCards, die vom Startup Epidu in sieben Buchhandlungen ausgetestet wurden. Hierbei handelt es sich um eine Art Grußkarte, auf der sich das Porträt des Autors und der Klappentext befinden. Der Clou: In der Karte befindet sich ein Downloadcode für das jeweilige eBook. Auf diese Weise lassen sich eBooks stilvoll verschenken. Das Testverfahren war laut CME.AT erfolgreich und die eBook-Karten werden bald in zahlreichen Buchhandlungen zu finden sein. Mittlerweile beteiligen sich auch viele große Verlage wie Bastei Lübbe, DuMont, Klett-Cotta. Random House und viele mehr an der Idee. Lesenswert: Das StartUp hat in einem Interview mit buchreport Bilanz über das Pilotprojekt gezogen. Interessant fand ich in diesem Zusammenhang die geplante Verknüpfung von Blog-Rezensionen mit den Karten, die als Entscheidungshilfe beim Kauf dienen sollen.

Sechs Kindle Tablet-Modelle geplant

Noch eine Nachricht vom E-Commerce-Riesen Amazon: Das Unternehmen plant nicht nur ein neues Kindle Fire Tablet, sondern will das neue Gerät auch in sechs verschiedenen Varianten anbieten. Engadget German fasst diese Pläne zusammen und berichtet, dass auch ein 10-Zoll-Tablet dabei sein soll. Wir erinnern uns: Das Besondere an dem auf Android basierenden Kindle Fire ist das handliche 7-Zoll-Format. Noch ist unklar, ob zu den Varianten auch das geplante Kindle-Smartphone gehört. Das Branchenmagazin t3n führt die Vielseitigkeit der Tablet-Modelle genauer aus. Zu den jeweiligen Spezifikationen kann einfach gehören, dass einige Modelle nur mit WLAN, andere dagegen mit WLAN und UMTS ausgestattet sind. Auch bei den Speicherkapazitäten kann es Unterschiede geben. Sehr lesenswert ist in diesem Zusammenhang das “Märchen von den 6 neuen Amazon-Tablets” bei Basic Thinking.

Bilanz des deutschen KDP-Programms

Sehr interessant fand ich die Beobachtung von buchreport, bei der es um die Bilanz des deutschen KDP-Programms (Kindle Direct Publishing) geht. Unter den Top-Titeln aus dem Kindle-Shop befinden sich zum größten Teil Self-Publishing-Autoren. Allen voran Jonas Winner mit seiner “Berlin Gothic”-Serie. Auf Platz 1 der Charts steht Holunderküsschenvon Martina Gercke. Ein ausführliches Interview mit Gercke gibt es passenderweise im literaturcafe.de.

„Nook for Web“ von Barnes & Noble

Die US-Buchhandelskette Barnes & Noble will nun auch bezüglich der Darstellung der eBook-Inhalte Druck auf den Konkurrenten Amazon ausüben. Aus diesem Grund hat das Unternehmen die webbasierte Anwendung „Nook for Web“ gestartet. Ähnlich wie bei dem Cloud Reader des Kindle, mit dem man seine eBooks auch im Internet-Browser des PC lesen kann. Der Vorteil: Auch iPhone- und iPad-Nutzer können hier ihre Kindle-eBooks lesen und direkt im Shop kaufen, ohne auf die von Apple im Funktionsumfang eingeschränkte Kindle-App angewiesen zu sein. Die Webanwendung von Barnes & Noble kann laut CME.AT erst einmal nur auf dem PC-Browser verwendet werden. Ab Herbst soll die App aber auch für Tablet- und Smartphone-Benutzer verfügbar sein. Auch Kobo arbeitet an einer solchen auf HTML5 basierenden Anwendung. Der Vorteil ist, dass der Nutzer lediglich einen Browser benötigt und die Anwendungen systemunabhängig sind.

Und zum Abschluss möchte ich noch eine kleine Infografik präsentieren, die sich mit den Lesegewohnheiten der US-Amerikaner beschäftigt.

Die Kernaussagen sind, dass weniger als 15 Prozent der Amerikaner regelmäßig Bücher lesen. Viele nehmen auch nach dem Schulabschluss kein Buch mehr in die Hand. Dann werden die Vor- und Nachteile sowohl von eBook als auch von gedruckten Inhalten aufgezählt. Schließlich werden noch ein paar weitere Fakten zum Thema „Lesen oder nicht lesen“ gegeben. Viel Spaß beim Betrachten und ein schönes Wochenende!

In einer farbenfrohen Infografik werden die Lesegewohnheiten der US-Amerikaner dargestellt

Quelle:
The Digital Reader


 
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