RSS
 

eBook Apps: Die Kindle App für iPhone oder iPad

29 Mrz

So sieht die Kindle App für das iPhone, iPad oder den iPod touch aus Nachdem ich letzte Woche die iBooks App von Apple vorgestellt habe, möchte ich mich nun näher mit der von Amazon für iOS bereit gestellten Kindle App (Gratis) beschäftigen. Ich selbst nutze diese App sehr häufig, da ich kein Kindle-Lesegerätbesitze, aber gern von den Angeboten bei Amazon Gebrauch mache. Für mich ist die App also besonders praktisch. Doch was kann Sie genau und welche Vorteile bieten sich?

Die Kindle App ist für das iPad, iPhone oder den iPod touch kostenlos im iTunes Store erhältlich.

eBooks mit der Kindle App kaufen

So sieht die eigene Bibliothek in der Kindle App aus Anders als bei der iBooks App von Apple gibt es bei der neuen Kindle App keine direkte Anbindung an den Kindle Shop. Anfang gab es diese noch, aber nach einer neuen Bestimmung dürfen Apps nicht mehr direkt auf einen Shop verlinken – außer, es handelt sich um den iTunes Store. Das bedeutet also, dass sich der Nutzer über seinen Browser mit dem Kindle Shop von Amazon verbinden muss. Voraussetzung für den Kauf der eBooks hier ist ein Nutzerkonto. Sinnvoll ist es außerdem, sich für das 1-Click Verfahren anzumelden. Dazu geben Sie Ihre Kontonummer und Bankleitzahl an, eine Kreditkarte ist nicht zwingend notwendig. Wichtig: Dieses Verfahren ist auch für kostenlose eBooks erforderlich. Unter “Mein Kindle” geben Sie entweder die Seriennummer Ihres Lesegeräts ein oder Sie melden die Geräte an, auf denen die App installiert ist. Normalerweise wird dieser Vorgang aber automatisch ausgeführt. Wenn Sie sich für eine Kindle Edition eines Wunschbuches entschieden haben und mit Ihren Daten angemeldet sind, können Sie entscheiden, auf welchem Gerät das Buch geladen werden soll. Nun können Sie die App starten und das Buch wird aus der Cloud hochgeladen

Vorteil: Synchronisierung zwischen mehreren Kindle Geräten

Die Kindle App bietet – im Gegensatz zu der iBooks App von Apple – die Möglichkeit, die Bücher zwischen mehreren Geräten zu synchronisieren. Diese Option finde ich besonders praktisch und das ist auch der Grund, warum ich die Kindle App fast schon häufiger verwende, als die iBooks App. Wer mehr als ein Gerät besitzt – und dazu gehört dann auch das iPad, das iPhone und der iPod touch oder aber die Android-Smartphones bzw. -Tablets – kann alle Geräte untereinander synchronisieren. Doch was bedeutet das?

Ich habe zuhause gemütlich mit meinem iPad auf der Couch ein eBook mit der Kindle App begonnen. Dann fahre ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, wo ich lieber das iPhone nutze (es ist einfach handlicher, ich kann auch im Gedrängel im Stehen lesen und, naja, ich wohne in Berlin…). Durch die Synchronisierung kann ich nun auf dem iPhone mit dem auf dem iPad begonnenen eBook weiterlesen. Sobald ich nämlich auf dem iPad das Buch schließe, speichert die App die letzte Seite und übermittelt sie über das Internet in die Cloud. Öffne ich auf einem anderen Gerät die App, ruft diese wiederum den letzten Stand ab. Das geschieht automatisch, kann aber bei den Einstellungen auch auf manuell gesetzt werden. Die Synchronisierung funktioniert auch mit dem Original Kindle-Lesegerät.

Es gibt aber noch einen weiteren Grund, warum ich die Kindle App präferiere. Auch wenn ich nicht bequem auf den Kindle Shop von Amazon zugreifen kann, so finde ich doch die Navigation besser und übersichtlicher als im iBookstore von Apple. Die Filtermöglichkeiten beispielsweise (ich wähle hier häufig “Preis: aufsteigend”) und das große Angebot überzeugen.

Leseeinstellungen bei der Kindle App

Hier kann man Einstellungen bzgl. Textgröße und Darstellungen vornehmen Die Kindle App bietet wie die iBooks App von Apple die Möglichkeit, die Schriftgröße anzupassen. Daneben können Sie hier auch die Helligkeit regulieren und eine andere Darstellung wählen. Nachts finde ich die Einstellung “schwarz” (im Screenshot links zu sehen) praktisch, da das Display weniger blendet. In der iBooks App ist diese Darstellungsvariante ebenfalls vorhanden, sie wurde nur unter “Thema” etwas versteckt untergebracht. Unbekannte Wörter lassen sich im Wörterbuch nachschlagen. Dazu genügt es, einen Doppeltipp auf dem gewünschten Wort auszuführen. Beim ersten Mal müssen Sie das Wörterbuch noch herunterladen. Es ist kostenlos, hat aber ein ziemlich großes Speichervolumen, sie sollten es also möglichst über WLAN laden. Wie Sie rechts sehen können, können Sie im Text auch Notizen und Markierungen anbringen. Auch diese Anmerkungen werden synchronisiert und auf einem anderen Lesegerät sichtbar.

Vorteil der App gegenüber einem Kindle-Lesegerät

Die Kindle App erlaubt Markierungen und Notizen und integriert auch ein Wörterbuch Ich habe lange überlegt, ob ich mir einen Kindle eReader zulegen soll. Das iPad ist mir doch manchmal zu schwer für längeres Lesen, der Akku hält niemals so lange wie bei einem Kindle und so ein 7 Zoll Taschenbuchformat ist auch nicht zu verachten. Auf der anderen Seite finde ich es toll, dass die Bücher farbig dargestellt werden. Mit der eInk-Technologie und den verschiedenen Graustufen ist das ja noch nicht möglich. Allerdings ist ein farbiges Display in Planung. Auch die Bedienung über den Touchscreen – also per Wisch umzblättern, finde ich sehr praktisch. Mein Entschluss, mich vom Kindle fernzuhalten könnte aber wanken, da ab April der Kindle Touch auch auf dem deutschen Markt erhältlich sein wird.

Bibliothek verwalten und Speicherplatz

Unter “Mein Kindle” im Amazon Shop können Sie Ihre Bibliothek verwalten. Hier sehen Sie alle bisher geladenen Bücher. Weiterführende Informationen zu “Mein Kindle” finden Sie übrigens auf der Hilfeseite. Für Ihre Bücher steht Ihnen nicht nur der Speicherplatz auf Ihrem Gerät zu, sondern auch die Amazon Cloud. Sie können Ihre Lektüre hier speichern. Das Angebot ist kostenlos und der Speicherplatz für Amazon Nutzer unbegrenzt. Ich kann die App nur empfehlen. Positiv hervorheben möchte ich auch, dass die Entwickler schnell Updates bringen. Beispielsweise wurde kurz nach der Einführung des neuen iPads eine neue Version herausgebracht, die der hohen Auflösung gerecht wird.


 

Tags: , , , , ,

Kommentar schreiben

 
 
  1. Susanne

    29. Juli 2012 um 17:32 Uhr

    Also ich habe testweise mal ein Ebook von Amazon auf meine Kindle-iPad App. geladen und vergleichsweise das Gleiche über iBooks und siehe da, das Inhaltsverzeichnis wird bei der Kindle-App. nicht angezeigt und auch der Text ist merkwürdig verschoben.
    Bei der iBook App. ist alles super mit Inhaltsverzeichnis und einwandfreiem Schriftbild.

     
    • Nora

      29. Juli 2012 um 18:34 Uhr

      Hallo Susanne,
      Danke für den Kommentar. Vielleicht lag die missglückte Formatierung des Kindle-eBooks eher an demjenigen, der das eBook im Kindle-Shop eingestellt hat? Bei einigen Kindle-Editionen fällt mir auf, dass nicht immer sorgfältig gearbeitet wird. Ich nutze die Kindle-App trotzdem noch einen Ticken lieber, da ich meine Lektüre auf mehreren Geräten (iPad, iPhone, Kindle und PC) synchronisieren kann. Diese Möglichkeit fehlt mir bei der iBooks App.
      Herzliche Grüße
      Nora