Zwar besagt das Sprichwort “Don’t judge a book by its cover”, dass man den Inhalt eines Buches nicht nach der Umschlaggestaltung beurteilen soll – im übertragenen Sinn gilt das natürlich auch für zwischenmenschliche Beziehungen – oft ist es aber doch so, dass mich in der Buchhandlung ein tolles Cover zum Kauf verleitet. Im eBook-Zeitalter sieht das Ganze allerdings anders aus. Schlage ich ein eBook in meinem Kindle auf, erscheint sofort der Text. Das Coverbild und das Inhaltsverzeichnis werden einfach übersprungen. Lediglich auf meinem iPad kann ich mir die kleinen Coverbildchen im virtuellen Regal ansehen.
Zukunft des eBook-Covers
In einem lesenswerten Essay (englisch) spricht Craig Mod über die Zukunft des eBook-Covers. So hat er festgestellt, dass der Kindle-Leser bei der Biographie von Steve Jobsgenau 15 mal zurückblättern muss, um das Cover zu sehen, dabei stellt der eBook-Reader vor allem Schwarz-Weiß-Bilder mit seinen feinen Grauabstufungen besonders gut dar. Bei einem physikalischen Buch ist es sogar so, dass man es häufig aufgeschlagen ablegt und dabei immer das Cover, den Titel und den Autor vor Augen hat. Bei einem eBook ist das nicht so.
Ähnlich ergeht es ja auch den Covern von Musikalben. Schließlich verlieren CD-Cover in Zeiten von tragbaren MP3-Spielern ebenfalls an Bedeutung. Zwar lässt sich auch im Abspielgerät das Coverbild aufrufen, die wenigsten betrachten dieses aber länger als ein paar Sekunden.
eBook-Cover als Bildschirmschoner für den eReader
Auf der anderen Seite sind es vor allem die Tablets, die eine ganz neue Art der Covergestaltung unterstützen könnten. Übrigens konnte ich in den Kommentaren zu dem Inspirationsartikel bei Gizmodo nachlesen, dass sowohl der Kobo eReader als auch der Sony PRS-T1 die Möglichkeit bietet, das Cover des eBooks als Bildschirmschoner einzublenden.
Echte Hardcover-Umschläge für den Tablet-PC
Wer also trotz des eBook-Readers nicht auf ein schönes Cover verzichten kann, der sollte sich das aktuelle Kickstarter-Projekt ansehen, das bei eBook-Fieber vorgestellt wurde. Das US-amerikanische Startup „Out of Print“ will echte Buchcover von Klassikern anbieten, die den Tablet-PC umschließen sollen. Derzeit werden Cover für die Tablets iPad, Kindle Fire und Google Nexus 7 angeboten. Das Besondere: Das Cover kann auch komplett umgeschlagen werden, damit es nicht beim Lesen stört.
Welche Bedeutung hat das Cover eines Buchs oder eBooks für Sie?
Neue Wege in der Covergestaltung von eBooks | eBooks-lesen.net
6. Dezember 2012 um 15:02 Uhr
[...] einem anderen Artikel bin ich übrigens bereits auf die Bedeutung des Covers im Zeitalter von eBooks [...]